Volvo

AB Volvo ist ein weltweit führender schwedischer Hersteller von Nutzfahrzeugen, Lkw, Bussen, Baumaschinen, Antriebssystemen für Marine- und Industrieanwendungen, Komponenten für die Luftfahrt und Finanzdienstleistungen. Es begann jedoch als Autohersteller, gegründet von Assar Gabrielsson und Gustaf Larsson. Der Hauptzweck des Unternehmens war es, nach dem Tod von Assars Frau bei einem Autounfall, die sichersten Autos herzustellen. Der Autohersteller wurde am 14. April 1927 in der Stadt Göteborg gegründet, als eine Abspaltung vom Wälzlagerhersteller SKF (Svenska Kullagerfabriken AB).

Der Name Volvo wurde ursprünglich im Mai 1915 als eigenständiges Unternehmen innerhalb von SKF AB und als eingetragenes Warenzeichen mit der Absicht angemeldet, für eine spezielle Kugellagerreihe verwendet zu werden. Diese Idee wurde jedoch nur für kurze Zeit verwendet und die Firma entschied “SKF” als Markenzeichen für alle seine Lagerprodukte zu verwenden. Volvo begann 1926, sich selbst zu bewegen, als der SKF Sales Manager Assar Gabrielsson und der Ingenieur Gustav Larson mit der Produktion von 10 Prototypen begannen und den Automobilhersteller Volvo AB innerhalb der SKF Gruppe gründeten. Volvo AB wurde 1935 an der Stockholmer Börse eingeführt und SKF beschloss daraufhin, seine Anteile an der Gesellschaft zu verkaufen.

Das erste in Serie produzierte Volvo-Automobil mit dem Namen “ÖV4” verließ das Werk am 14. April 1927. Nur 996 Autos wurden zwischen 1927-1929 produziert. “ÖV4” wurde im April 1929 durch das Modell PV651 ersetzt. Sein Erfolg auf dem Markt half Volvo, seinen Motorenhersteller auszukaufen und somit ein ernsthafter Autoproduzent zu werden. Bis 1931 gab es bereits die erste Dividende an die Aktionäre aus.

Nachdem es im Mai 1932 einen Produktionsmeilenstein von 10.000 Autos erreicht hatte, zielte Volvo dann auf ein neues demographisches Segment ab, mit dem Ziel, ihre Autos billiger zu machen, ein Auto “für das Volk”. Dies war der PV 51, der 1936 herauskam und eine kleinere Version des PV36 war.

Der PV444 war eines der bedeutendsten Autos der Kriegszeit. Es war das erste echte Kleinwagen: eine Mischung aus amerikanischem Flair und europäischer Größe. Es wurde ein resonanter Erfolg und das meistverkaufte Modell der 60er Jahre. Der P1800 war der erste Sportwagen von Volvo, der Anfang der 60er Jahre gebaut wurde und so beliebt war, dass er in der erfolgreichen TV-Serie “The Saint” mit Roger Moore zu sehen war.

Sicherheit und Qualität standen bei Volvo immer noch an erster Stelle. Deshalb hatte die 240er Serie, die die 140er ersetzt hatte, in dieser Abteilung noch mehr Sicherheitsinnovationen wie Knautschzonen, nach hinten gerichtete Kindersitze und klappbare Lenksäulen. Zusammen mit den kleineren 340 Modellen würden sie für die meisten Verkäufe in den 70er und 80er Jahren für Volvo sorgen.

Die 90er brachten ein völlig neues Modell, das 850, ein Frontantrieb, ein Executive-Auto, das für seine Handling- und Sicherheitsmerkmale zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Inzwischen stiegen die Produktionskosten und Volvo war einer der wenigen unabhängigen Produzenten da draußen, nachdem ein vorgeschlagener Vertrag mit Renault 1993 durchgefallen war. Dies zwang das Unternehmen, neue Marketingstrategien zu suchen, und so wurden die schnittigeren Modelle S40 und V40 in der Produktionslinie der Fabrik eingeführt.

Die neuen Modelle sorgten ebenso für frischen Wind wie das C70 Coupé und das Cabrio, die für die Wiederbelebung des Volvo-Images sorgen und gleichzeitig der alten Tradition von Sicherheit und Qualität treu bleiben.

Der Kauf von Volvo Cars wurde am 28. Januar 1998 bekannt gegeben. Bis dahin war Volvo Cars im Besitz von AB Volvo (der Nutzfahrzeuggruppe). Im Folgejahr wurde die Übernahme von Volvo Cars durch den amerikanischen Automobilhersteller Ford Motor Co. zu einem Preis von 6,45 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Volvo nutzte die Mittel aus dem Verkauf der Automobilsparte, um den Kauf von Scania, einem anderen führenden schwedischen Lkw-Hersteller, zu finanzieren. Der Vertrag wurde jedoch aus Wettbewerbsgründen von der Europäischen Union eingestellt. Stattdessen erwarb Volvo die Nutzfahrzeugsparte des französischen Renault und den amerikanischen Lkw-Hersteller Mack Trucks (der zu dieser Zeit im Besitz von Renault war). Im Rahmen der Vereinbarung, Renault Trucks zu kaufen, kaufte die ehemalige Muttergesellschaft Renault wiederum 20 Prozent an AB Volvo. Zu den Gründen, warum Volvo die Initiative zum Verkauf der Automobilproduktion ergriff, gehörten die steigenden Entwicklungskosten für neue Automodelle und die Tatsache, dass es sich um einen relativ kleinen Hersteller handelte. Die Strategie war stattdessen, als Lkw-Hersteller zu wachsen, wo das Unternehmen eine stärkere Marktposition hatte.

Das Motto von Volvo Automotive lautet “Volvo für das Leben” und wird auf die Zuverlässigkeit und Sicherheit ihrer Fahrzeuge zurückgeführt. Volvo bedeutet “Ich rolle” auf Latein, kombiniert mit ihrem Firmensymbol, das üblicherweise für das männliche Symbol gehalten wird, aber eigentlich für Eisenerz steht und laut Unternehmen “Walzkraft” darstellt.